Gefördert durch die Early Birds - Stiftung für Kinder
10 Fingerreise zu Gast in der Grundschule Wesperloh:
"Blubbern deine Gefühle wie Limonade?"
10 Fingerreise zu Gast in der Grundschule Islandstrasse:
„Blubbern deine Gefühle wie Limonade?"
10 Fingerreise zu Gast in der Schule an der Haake
„Im Wald!"
10 Fingerreise zu Gast in der Grundschule Bovestraße
„Blubbern deine Gefühle wie Limonade?"
10 Fingerreise zu Gast in der Grundschule Goosacker
„Blubbern deine Gefühle wie Limonade?"
10 Fingerreise zu Gast in der Grundschule Edwin-Scharff-Ring
„Im Wald!"
Die Early Birds - Stiftung für Kinder unterstützt mein Konzertprojekt „10 Fingerreise“ mit 10 Konzerten an Grundschulen im Hamburger Grossraum. Ziel der Förderung ist es, Grundschulkinder ausserhalb der Hamburger Kulturbezirke mit Live Konzerten vor Ort in die Musikwelt der deutschen Hochkultur einzuführen.
In meinen Konzerten erleben die Kinder die klassische Musik als Klangreisen in die Vergangenheit. Die berühmten Klavierstücke, die ich Ihnen vorspiele, sind oftmals ihre erste Berührung mit der klassischen Musik. Ausserhalb des regulären Unterrichtes haben sie so die Möglichkeit, in eine sinnliche Welt einzutauchen, wo Aufmerksamkeit und konzentriertes Hören gefördert werden. Zwischen den Klavierstücken sprechen wir gemeinsam über die Musik. Die Kinder knobeln an Musikrätseln und nehmen an unterhaltsamen Musikexperimenten teil, wie zum Beispiel, ob das Klavierspielen auch mit der Nase möglich ist (Mozart).
Im Einklang mit dem Leitbild der Early Birds - Stiftung für Kinder bewirkt die „10 Fingerreise“ eine bedeutende persönliche Entfaltung: die Kinder erfahren ein Bewusstsein für Ästhetik, ihre kognitiven Fähigkeiten werden durch das konzentrierte Zuhören gestärkt und dabei nehmen sie ihre Persönlichkeit als einen selbstverständlichen Teil von Hochkultur wahr. Mit der Förderung legt die Early Birds - Stiftung für Kinder einen wichtigen Grundstein der Chancengleichheit in der Kulturförderung.
Mit Musikern als Eltern war meine Kindheit untrennbar mit der Hochkultur verbunden. So kam es, dass ich jede Woche ein Symphoniekonzert, eine Theatervorstellung oder eine Galerie besuchte. Dadurch erkannte ich früh, dass Gefühle eine eigene Sprache besassen: sie liessen sich in Klänge und Pinselstriche ausdrücken; sie erschienen als Farben, Formen und Bewegungen, und schufen so ein grenzenloses Universum welches die Erwachsenen Phantasie nannten. Für mich als Kind war die Phantasie jedoch kein abgesondertes Reich, dessen Pforten sich öffneten, wenn man mal einen kreativen Anstoss brauchte. Ich fand sie überall um mich herum - in jedem Klavierstück, das ich neu lernte, in den dicken Kunstbüchern meiner Mutter, die die Regale zum Biegen brachten, in jeder Orchesterstelle, die mein Vater täglich auf seiner rotbraunen Geige übte.
Die Hochkultur um mich herum löste sehr besondere Gefühle in mir aus. Diese Gefühle gestalteten Phantasiebilder, die Phantasiebilder lösten Überlegungen aus, die Überlegungen setzten kreative Prozesse in Gang, die meine Denkweise noch heute im Wesentlichen beeinflussen. Als ich viele Jahre später Mutter von zwei Kindern wurde, verstand ich noch deutlicher die eigentliche Bedeutung von der Hochkultur, die ich in meiner Kindheit und Jugend erlebt hatte: Entfaltung!
So krempelte ich die Ärmel hoch und wandelte meine Konzertkonzepte für Kinder um: ich wählte Ausschnitte aus Komponisten-Biografien und schrieb sie entweder als kleine komische Sketche um, oder malte mit Wörtern eine bildliche Szene daraus. Zu Stücken aus der Programmmusik mit interessanten Titeln schrieb ich Märchen oder Phantasiegeschichten. Und wenn es gar keine historischen Quellen gab, ließ ich mich von der Musik treiben und dachte mir eigene Geschichten aus. Da meine Kinder so gern „Reise mit Koffern“ spielten, kam mir die Idee, meine Geschichten als Klangreise zu präsentieren - die Musik als treibender Motor und mit mir als Pilotin meiner 10 Finger. Die „10 Fingerreise“ war entstanden.
Kurz darauf rief ich die Schulleiterin unserer Grundschule an und stellte ihr mein Pilotprojekt für Kinder vor; sie war begeistert und der erste Konzerttermin stand bald fest. Am Tag des Auftrittes füllte sich der Saal mit lauten Schülern und aufgeregten Lehrern. Manche Lehrkräfte entschuldigten sich zaghaft bei mir, dass sie es nicht schaffen würden, die Schüler während des Konzertes leise zu bekommen. Ich lächelte ihre Sorgen weg und sagte, dass man mit Kindern eh auf ALLES gefasst sein kann. Ich ging auf die Bühne, schnappte mir das Mikro und begrüßte die Kinder. Ich fragte sie gleich, ob sie schon mal eine Klangreise gemacht hätten. Knapp 300 Schüler riefen laut: „NEIN!“ Ich fragte sie, ob sie Lust hätten, eine Klangreise zu machen. Knapp 300 Schüler riefen begeistert: „JA!“ Wir alle lachten herzlich und die Lehrer entspannten sich sichtlich auf ihren Stühlen. Während meiner Moderationen gab ich den Kindern den nötigen Raum, um ihr Wissen, Ideen und Eindrücke zu schildern. In meinen Geschichten tauchten sie ein und hörten anschliessend der Musik konzentriert zu. Da ich auf ein so begeistertes Publikum traf, entschied ich einen Schritt weiter zu gehen und fragte sie, ob sie mit mir ein sehr schwieriges Experiment wagen würden. Knapp 300 Schüler riefen laut zurück: „JA!“ Ich erzählte ihnen, dass das Experiment darin bestand, die gleich darauf folgende Klaviermusik nicht mit den Ohren, sondern mit den eigenen Gefühlen zu hören. Dafür mussten alle die Augen schliessen und still sitzen. Ich erzählte ihnen weiter, dass im Klavierstück die geheime Botschaft eines Tieres versteckt war. Wem das Experiment gelungen war, würde den Ruf des Tieres erkennen. Beim Schlussapplaus feierte mich mein junges Publikum wie einen Popstar. Als das Klatschen verebbte, ging ich von der Bühne und unzählige Kinder umringten mich.Wir sprachen über die Musik, über die Geschichten, die sie gerade gehört hatten und über ihren Wunsch, auch so schön Klavier spielen zu wollen. So etwas hatte ich bislang während meiner Konzerttätigkeit noch nicht erlebt.
Noch Wochen danach bekam ich Emails von dankbaren Eltern und Lehrern, die mir schrieben, was für einen besonderen Moment mein Konzertprojekt „10 Fingerreise“ im Leben der Schüler geschaffen hatte.

Hi! Ich bin Kirsten Roth und 19 Jahre alt.
Ich habe schon immer gern Konzerte besucht und jeden Einblick hinter die Kulissen genossen. Sei es als junge Schülerin am Klavier und an der Geige, als Zuschauerin in den Kinderkonzerten der Laeiszhalle oder später in dem selben Saal mit meinem Schulorchester auf der Bühne. Auch die Elbphilharmonie lernte ich in diesem Rahmen auf der Bühne kennen. Ausserdem gab es an meiner Schule die Möglichkeit, in der Technik AG Wissen über die Bühnentechnik und der technischen Begleitung von Veranstaltungen zu erwerben.
Die verbindende Kraft der Musik habe ich während meiner Ferien an der Juniorakademie in Sankt-Peter-Ording und der deutschen Schülerakademie in Loccum, sowie bei den Salzburger Festspielen gespürt. Dort haben wir innerhalb von zwei Wochen Orchester gebildet und wunderbare gemeinsame Erinnerungen kreiert.
Aber nur Musik als Hobbys wäre etwas einseitig gewesen.
Bereits als Kind habe ich alles gelesen, was ich in die Finger bekam. So wurde ich Stammgast meiner örtlichen Bibliothek und warf irgendwann den Blick auf naturwissenschaftlich geprägte Bücher.
Während meiner Schulzeit an der Sophie-Barat-Schule habe ich in der Oberstufe eine Berufsausbildung zur chemisch technischen Assistentin (CTA) begonnen und diese Weiterbildung parallel zu meinem Abitur abgeschlossen. Jetzt studiere ich Molecular Life Sciences an der Universität Hamburg.
Auch wenn ich in der Oberstufe meine Freizeit mit Tanzen und Handarbeit gefüllt habe, hat mich die Musik weiterhin intensiv begleitet. Daher freue ich mich sehr, die Konzertassistenz im Konzertprojekt „10 Fingerreise geht in die Schule“ der Hamburger Pianistin Newena Popow zu übernehmen.